09.10.2020, 09:00
48. Martinstift-Symposion
Linz, Brucknerhaus

"GEWALTIG"

Menschen in herausfordernden Situationen begleiten

Das Martinstift-Symposion 2020 beschäftigt sich mit Aggression und Gewalt in der täglichen Arbeit.  Wie sind die gesellschaftlichen Bedingungen, was macht das mit jedem Einzelnen von uns und wie kann man damit umgehen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich:

  • Mag. Dr. Thomas Müller, Kriminalpsychologe
  • Prim.a Dr.in Adelheid Kastner, Vorstand der Klinik für Psychiatrie mit Forensischem Schwerpunkt
  • Silvia Stephan und Philipp Diermaier, Lösungsmittel GsbR, Institut ProDeMa
  • MMag. Dr. Martin Kitzberger, Leiter Justizanstalt Asten, Forensisches Zentrum Asten

 

Das Martinstift-Symposion ist im Sinne der Fortbildungsverpflichtung im Rahmen des Sozialbetreuungsberufegesetzes und als Fortbildung im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung gemäß § 63 GuKG anrechenbar.

ReferentenInnen

Schlechte Kommunikation-Angst-Aggression;
die Kaskade der Destruktivität
Hon.Prof. Mag. Dr. Thomas Müller

Schlechte Kommunikation-Angst-Aggression; die Kaskade der Destruktivität

In seinem Referat geht Dr. Thomas Müller auf die Ursache von Angst und Aggression ein - nämlich eine schlechte, unglückliche oder im schlimmsten Fall eine gänzlich abgebrochene Form der Kommunikation. Anhand von zahlreichen Beispielen zeigt er auf, dass Interaktion und Kommunikation sehr wohl konstruktiv, aber auch destruktive Komponenten beinhalten kann und dabei eine Kettenreaktion über Angst zur Aggression auslösen kann.

 

Zur Person:

Gerichtl. beeid. und zert. Sachverständiger, Fachgebiet: Kriminalpsychologie

Die Grundausbildung für Sicherheitswachebeamte in der Bundespolizeidirektion Innsbruck bildete 1982 Müllers Einstieg in die Polizeiarbeit. Nach seiner Dienstprüfung versah er mehrere Jahre seinen Dienst als uniformierter Polizist am Innsbrucker Hauptbahnhof. Nebenbei studierte Müller Psychologie und beendete das Studium 1991 als Mag. phil. an der Universität Innsbruck. 1993 begann er im Innenministerium den Kriminalpsychologischen Dienst aufzubauen. 2001 promovierte er dort zum Dr. rer. nat. im Bereich Kriminalpsychologie / Forensische Psychiatrie.

Müller absolvierte Spezialausbildungen im Bereich der Strafrechtspflege, Kriminologie und der Verbrechensanalyse. Er erhielt Lehraufträge und hielt Vorträge an verschiedenen Einrichtungen und Universitäten im deutschsprachigen Raum, in weiteren Ländern Europas, sowie AmerikaSüdafrika und Australien.

Durch seinen Kontakt zum FBI und einen Lehraufenthalt in den Vereinigten Staaten bei Spezialisten der Kriminalpsychologie qualifizierte er sich weiter. Er war unter anderem bei der Ermittlung der Serientäter Jack Unterweger in Österreich, Horst David und Frank Gust in Deutschland, Moses Sithole in Südafrika, Mischa Ebner in der Schweiz und dem Briefbomber Franz Fuchs in Österreich aktiv. Vor allem das relativ exakte Profiling von Franz Fuchs (es stimmten nach Müllers Zählung 22 von 24 vorhergesagten Merkmalen mit dem Täter überein) machte ihn bekannt, obwohl das Täterprofil zu keinem Fahndungserfolg führte und in Kernpunkten wie dem Alter falsch war. Müller erklärte seine falsche Altersprognose mit dem „Verhaltensalter“, das vom biologischen Alter abweichen könne.

Prim.a Dr.in Adelheid Kastner

 

Zur Person:

Vorstand der Klinik für Psychiatrie mit Forensischem Schwerpunkt

Professionelles Deeskalationsmanagement für Menschen mit Beeinträchtigungen
Philipp Diermaier

Professionelles Deeskalationsmanagement für Menschen mit Beeinträchtigungen

In dem Referat werden die grundlegenden Eckpunkte eines professionellen Deeskalationsmanagements anhand praktischer Beispiele, mit Fokus auf Menschen mit Beeinträchtigungen, erörtert. Ziel des Vortrages ist es verschiedene Präventionsmöglichkeiten, deeskalierende Verhaltenskompetenzen, sowie Inhalte einer Nachsorgekonzeption kennen zu lernen. Diese Themen werden nicht nur anhand eines Vortrages präsentiert, sondern es wird auch zum „mitmachen“ eingeladen!

 

Zur Person:

Geschäftsführer Lösungsmittel GsbR, Lehrtrainer am Institut ProDeMa®

Mehrjährige Berufserfahrung/ Leitungstätigkeit in verschiedensten Bereichen des Gesundheits.- und Sozialwesens

Arbeitsschwerpunkte: Deeskalationstraining, Fachberatung, Coaching von Teams, die Menschen mit Doppeldiagnosen und herausfordernden Verhaltensweisen begleiten, Trainerweiterbildung 

Professionelles Deeskalationsmanagement für Menschen mit Beeinträchtigungen
Silvia Stephan

Professionelles Deeskalationsmanagement für Menschen mit Beeinträchtigungen

In dem Referat werden die grundlegenden Eckpunkte eines professionellen Deeskalationsmanagements anhand praktischer Beispiele, mit Fokus auf Menschen mit Beeinträchtigungen, erörtert. Ziel des Vortrages ist es verschiedene Präventionsmöglichkeiten, deeskalierende Verhaltenskompetenzen, sowie Inhalte einer Nachsorgekonzeption kennen zu lernen. Diese Themen werden nicht nur anhand eines Vortrages präsentiert, sondern es wird auch zum „mitmachen“ eingeladen!

 

Zur Person:

Heilerziehungspflegerin, Deeskalationstrainerin nach ProDeMa®, Burnout und Resilienz Beraterin, Fachbereichsexpertin für den Bereich Menschen

mit Behinderung bei ProDeMa®

Arbeitsschwerpunkte: Deeskalationstraining, Fachberatung, Coaching von Teams, die Menschen mit Doppeldiagnosen und herausfordernden Verhaltensweisen begleiten

Oberrat MMag. Dr. Martin Kitzberger

 

Zur Person:

Leiter Justizanstalt Asten

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Übersetzung in Gebärdensprache
Im Vortragssaal ist eine Induktionsschleife vorhanden. Bei Bedarf werden alle Beiträge in Gebärdensprache übersetzt. Bitte melden Sie Ihren Bedarf bis spätestens 24. September 2020 an!
Hinweis zur Foto- und Videoaufnahme
Im Rahmen dieser Veranstaltung können Fotografien und/oder Filme erstellt werden. Mit der Anmeldung zur Veranstaltung nehmen Sie zur Kenntnis, dass Fotografien und Video-materialien, auf denen Sie abgebildet sind, zur Berichterstattung bzw. Öffentlichkeitsarbeit verwendet und in verschiedensten (Sozialen) Medien, Publikationen und auf Webseiten des Diakoniewerkes veröffentlicht werden.
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