14.10.2016, 09:00
44. Martinstift-Symposion
Linz, Brucknerhaus

"Einrichtungen brauch' ich nicht!?"

Die Zukunft sozialer Arbeit

Das Martinstift-Symposion ist im Sinne der Fortbildungsverpflichtung im Rahmen des Sozialbetreuungsberufegesetzes und als Fortbildung im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung gemäß § 63 GuKG anrechenbar.

ReferentenInnen

Institutionen aufgepasst! Winter is coming! — Menschen mit Behinderung erobern das Social Web.
Martin Habacher

Institutionen aufgepasst! Winter is coming! — Menschen mit Behinderung erobern das Social Web.

Anhand seiner persönlichen Biografie skizziert Martin Habacher einige Wohnformen für Menschen mit Behinderung und wie sich diese in den letzten 20 Jahren verändert haben. Anschließend stellt er Ihnen mabacher vor. mabacher ist nicht nur die Online-Identität von Martin Habacher, sondern auch der Name seines Unternehmens. Beendet wird der Vortrag mit einem Ausblick auf die bevorstehende Revolution: Emanzipation von Menschen mit Behinderung durch das Social Web. „Nichts über uns — ohne uns!“ bekommt neuen Rückenwind! Winter is coming…

 

Zur Person:

Martin Habacher geboren in Kirchdorf a. d. Krems, besuchte die Landessonderschule in St. Isidor in Leonding. 1994 folgte der Einzug in die Behinderteneinrichtung Assista. Während seines Aufenthalts besuchte er die Handelsakademie in Vöcklabruck und schloss diese 2001 mit Matura ab. Anschließend folgte ein Studium in Wien. Nach zahlreichen Praktikas während des Studiums erfolgte 2012 der Schritt in die Selbständigkeit mit der Gründung von mabacher.com e.U. Neben Social Media Beratung, Videoproduktion und Vorträgen spielt YouTube eine zentrale Rolle im Leben des „Kleinsten YouTubers der Welt — mabacherTV“
Die Zukunft der Arbeit
Gerhard Straßer

Die Zukunft der Arbeit

Die Auswirkungen der Digitalisierung werden noch diskutiert – sicher ist, dass sich vieles verändern wird. Der hohe Stellenwert der Arbeit wird auch in Zukunft erhalten bleiben. Bildung und Lernen ist „Arbeits-Lebens-wichtig“ – doch auch „ohne“ muss es Möglichkeiten geben.

 

Zur Person:

Gerhard Straßer leitete in Ried im Innkreis bis 2010 die regionale Geschäftsstelle des AMS. Dort war er auch wesentlich an der Gründung von Projekten für benachteiligte Gruppen am Arbeitsmarkt beteiligt. 2010 wechselte er als stellvertretender Landesge-schäftsführer nach Linz zum AMS OÖ und leitet nun seit 7.7.2016 als interimistischer Geschäftsführer das gesamte Arbeitsmarktservice OÖ. Seine Schwerpunkte waren bisher das Service für Unternehmen und das Qualitätsmanagement. Kundenorientierung ist seit Beginn seiner Tätigkeit im AMS im Jahr 1978 seine besondere Intention. „Wir verbinden Mensch und Arbeit“ als Leitsatz des AMS prägt seine Arbeit und sein Denken. In der neuen Funktion als interimistischer Geschäftsführer ist ihm die Kooperation und Kommunikation mit allen AkteurInnen am Arbeitsmarkt besonders wichtig.
Who Cares? - Die Zukunft von Sorgen, Betreuen, Pflegen, Unterstützen und Begleiten.
Mag. Martin Schenk-Mair

Who Cares? - Die Zukunft von Sorgen, Betreuen, Pflegen, Unterstützen und Begleiten.

Wer sorgt sich? Wer kümmert sich? Die Care-Arbeit ist ein viel zu wenig gewürdigter und beachteter Teil gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung. Sorge tragen und Sorge teilen – das ist die Kraft all derer, die im Sozialbereich mit Menschen arbeiten. Die Zukunft bringt, was auch schon die Vergangenheit angerissen hat: ein anderes Spiel der Kräfte zwischen Autonomie und Fürsorge, zwischen Individuum und Gemeinschaft, zwischen Ohnmacht und Mitbestimmung, zwischen Wert und Würde.

 

Zur Person:

Martin Schenk-Mair ist Sozialexperte und stv. Direktor der Diakonie Österreich. Seine Schwerpunkte sind Welfare Policy, Kinder/Jugend, Integration und Gesundheit. Mitbegründer der Armutskonferenz, Mitinitiator zahlreicher sozialer Initiativen: Lichtermeer 1993, Hunger auf Kunst und Kultur (Theater, Kino, Konzert für Leute ohne Geld), „Sichtbar Werden“ (Armutsbetroffene organisieren sich). Lange Jahre Arbeit mit Wohnungslosen, in der Begleitung von sozial benachteiligten Jugendlichen und in der Flüchtlingshilfe, freier Mitarbeiter der Straßenzeitung Augustin. Entsandt in den Österr. Menschenrechtsbeirat/Volksanwaltschaft im Rahmen des UNO-Übereinkommens gegen Folter (OPCAT), Lehrbeauftragter am Fach-hochschul-Studiengang Sozialarbeit am Campus Wien, Studium der Psychologie an der Universität Wien, Abschluss des psychotherapeutischen Propädeutikums.
Wie wollen wir morgen leben? Raumplanung als Schrittmacher inklusiver Gesellschaften inklusive Arbeit
Dipl.-Ing. Wolfgang Frey

Wie wollen wir morgen leben? Raumplanung als Schrittmacher inklusiver Gesellschaften inklusive Arbeit

Der wirkliche Grund zu bauen ist, Lebensraum für Menschen zu schaffen – für alle Menschen. Wolfgang Frey, sieht die entscheidende Rolle der Architektur darin, Impulse und Möglichkeiten für die BewohnerInnen zu schaffen. Wie kann Archi-tektur dazu beitragen, dass Menschen mit individuellen Bedürfnissen, unterschiedlicher Herkunft und Orientierung sich gemeinsam wohl fühlen und sich mit ihrem Lebensraum identifizieren können? Wolfgang Frey stellt Lösungsansätze vor.

 

Zur Person:

ist Architekt. Das von ihm in zweiter Generation geführte Büro mit Sitz in Freiburg hat seit 1959 europaweit zahlreiche Projekte realisiert und ist seit mehreren Jahren auch in China aktiv. Im Zentrum der Arbeit Wolfgang Freys steht die ökologische und nachhaltige Architektur und Stadtentwicklung. Ein Großprojekt ist z.B. „Heidelberg Village“ in Heidelberg-Bahnstadt, das durchgängig barrierefrei ist und begrünte Fassaden, Begegnungsräume für eine aktive Nachbarschaft sowie ein breitgefächertes Angebot moderner Service-, Pflege- und Betreuungsleistungen bietet. Hochwertige Bautechnik in Passivhaus-Standard wird verknüpft mit der Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum. gezielter Sozialraummoderation.

Mehr Informationen

Programm_Martinstift-Symposion 2016.pdf
61.32 KB
Habacher_Martinstift-Symposion 2016.pdf
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Straßer_Martinstift-Symposion 2016.pdf
246.89 KB
Schenk-Mair_Martinstift-Symposion 2016.pdf
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Frey_Martinstift-Symposion 2016.pdf
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