09.10.2015, 09:00
43. Martinstift-Symposion
Linz, Brucknerhaus

"Sozialraum - Orientierung oder neuer Hype?"

ReferentenInnen

"Sozialraumorientierung in der Behindertenhilfe: Grundlagen und fachliche Prinzipien
Prof. Dr. Wolfgang Hinte

"Sozialraumorientierung in der Behindertenhilfe: Grundlagen und fachliche Prinzipien

Im Rahmen der Debatte um Inklusion wird auch in der Behindertenhilfe vermehrt von „Sozialraumorientierung“ gesprochen. In diesem einleitenden Vortrag geht es um eine Klärung dessen, was mit Sozialraumorientierung gemeint ist, wie dieses Konzept in der Behindertenhilfe umgesetzt werden kann und welche Strukturen und Traditionen dadurch infrage gestellt werden.

 

Zur Person:

geb. 1952, langjährige Praxis in der Gemeinwesenarbeit, seit 1980 Prof. für Soziale Arbeit am Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen, Beratungs- und Forschungstätigkeit im Rahmen sozialräumlicher Umbauprozesse in städtischen und ländlichen Regionen im deutschsprachigen Raum.
"…inklusive Arbeit"
Heinz Becker

"…inklusive Arbeit"

Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit schwersten Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf ist ein weitgehend unbearbeitetes und unbeachtetes Feld. Aber eine inklusive Gesellschaft muss auch die Möglichkeit der Teilhabe am Arbeitsleben für alle Menschen beinhalten. Inklusion geht nur inklusive Arbeit. Die Prinzipien der Sozialraumorientierung sind hierbei hilfreich und wichtig, müssen aber an die speziellen Anforderungen des Personenkreises angepasst und weiterentwickelt werden.

 

Zur Person:

geb. 1953, Dipl.-Sozialpädagoge seit 1989 Bereichsleiter der ASB-Tagesförderstätte in Bremen. Zuvor ein Jahr Mitarbeit bei der Auflösung der Klinik Kloster Blankenburg, davor neun Jahre Tagesstätte der Spastikerhilfe Bremen. Seit 1992 Lehrbeauftragter Hochschule Bremen im Fachbereich Soziale Arbeit und seit 1998 Lehrbeauftragter der Universität Magdeburg. Diverse Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften Diverse Vorträge und Fortbildungen Schwerpunkt ist die Teilhabe von Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen
"Von der Sonderwelt ins Quartier - Projekte und Prozesse  des sozialräumlichen Engagements der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (Hamburg)"
Armin Oertel

"Von der Sonderwelt ins Quartier - Projekte und Prozesse des sozialräumlichen Engagements der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (Hamburg)"

Das Referat führt kurz in die Hintergründe für den Aufbau der sozialraumorientierten Arbeit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ein, um im Weiteren die verschiedenen Methoden und Wege in den Projekten Q8 und Q plus sowie die daraus entstandenen Projekte vorzustellen.

 

Zur Person:

geb. 1965, Armin Oertel leitet seit November 2011 das Projekte Q8 der Evangelischen Stiftung Alster-dorf und seit Juli 2014 den Fachbereich Q7/Sozialraumentwicklung. Sich in die Prozesse von Quartiersentwicklung aktiv einzuschalten und Netzwerke aufzubauen und zu koordinieren ist dem studierten Politologen nicht fremd. Schon im Studium drehte sich viel um lokale und sozialraum-bezogene Beteiligungsprozesse. Im Wohnprojekt SUSI in Freiburg i.Br., in seiner Abschlussarbeit zu „Dezentralen und partizipativen Entwicklungsstrategien“. Zuletzt hat er vor vier Jahre in der Schulbehörde das Konzept der „Regionalen Bildungskonferenzen“ für Hamburg mit entwickelt. Durch seine langjährigen Erfahrungen in verschiedenen Funktionen für Bündnis 90/ Die GRÜNEN sind ihm Projektmanagement, aber auch die politische und soziale Landschaft der Hansestadt vertraut. Von 1996 bis 1998 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro der bildungspolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion. Anschließend fungierte er bis 2008 als Projektmanager und als Referent für Schule, Berufs- und Weiterbildung in der Hamburgischen Bürgerschaft und war gleichzeitig in diesem Zeitraum Deputierter der Be-hörde für Schule, Jugend und Berufsbildung in Hamburg. 2008 bis 2010 leitete er das Büro der Schulsenatorin und 2. Bürgermeisterin Christa Goetsch.
Fr. Dr.in Waltraud Paar und NetzwerkerInnen aus Oberneukirchen

"MIT-Einander einen Lebensraum gestalten - das Beispiel Oberneukirchen"

In Oberneukirchen sind Gemeinde und Diakoniewerk von Anfang an gemeinsame Wege gegangen.Welche Fußspuren in der gemeinsamen kommunalen Entwicklung das Miteinander geprägt habenund was gemeinsam erreicht wurde, soll in eineminteraktiven Lernbeispiel in einfacher Sprache gezeigt werden. Dieses Beispiel macht deutlich, dass Sozialraumarbeit sehr viel mit dem Aufbau undder Aufrechterhaltung von gelebten Beziehungenzu tun hat, die sich gegenseitig Mehrwerte stiften.

 

Zur Person:

Mitwirkende: NetzwerkerInnen der Einrichtungen des Diakoniewerks Oberneukirchen, Gemeindevertretung und BürgerInnen. Durch das Szenenspiel führt Dr.in Waltraud Paar, Bereichsleitung Diakoniewerk Oberösterreich.
"Sozialraumarbeit aus Sicht einer Leitung"
Rudolf Blüml

"Sozialraumarbeit aus Sicht einer Leitung"

•Struktur der v. Bodelschwinghschen Stiftung Bethel •Aufbau von Angeboten in den verschiedenen Stadteilen Bielefelds am Beispiel des Sozialraumes Bielefeld Senne / Windelsbleiche •Wichtigkeit von Begegnungsmöglichkeiten

 

Zur Person:

geb. 1962 in Burghausen / Bayern, verheiratet, 2 Kinder 1984 – 1987 Ausbildung zum Heilerziehungspfleger in der Stiftung Attel / Bayern, 1987 – 1988 Gruppenleitung im Altenbereich der Stiftung Attel, 1988 Umzug nach Bielefeld und Aufnahme einer neuen Tätigkeit (Basisdienst) in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Seit 1990 Tätigkeit in verschiedenen Leitungsebenen und Hilfefeldern im Stiftungsbereich Bethel.regional, 1994 – 2000 Teamleitung im Fachkrankenhaus Kana (Psychiatrie), 1994 – 1996 Zusatzausbildung Epilepsie, 2000 – 2004 Bereichsleitung im Hilfefeld Behindertenhilfe und Auflösung einer vollstationären Einrichtung mit 44 Plätzen, 2004 – 2008 Bereichsleitung Unterstütztes Wohnen Eckardtsheim (Behindertenhilfe), 2008 – 2010 Bereichsleitung in der Einrichtung „Lutherhof“ mit 40 Plätzen und dem Auftrag der Auflösung; gleichzeitiger Aufbau eines Betreuungsdienstes im Sozialraum Senne/ Windelsbleiche mit stationären und ambulanten Hilfen, 2011 Aufbau des Begegnungszentrums Senne

Mehr Informationen

Hinte_Martinstift-Symposion 2015.pdf
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Oertel_Martinstift-Symposion 2015.pdf
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Becker_Martinstift-Symposion 2015.pdf
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Blueml_Martinstift-Symposion 2015.pdf
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