17.10.2014, 09:00
42. Martinstift-Symposion
Linz, Brucknerhaus

"Wenn teilhaben nicht so einfach ist"

Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf auf dem Weg begleiten

 

 

ReferentenInnen

Teil haben, Teil nehmen, Teil sein und seinen Teil dazu geben können...
Prof. Dr. em. Andreas Fröhlich

Teil haben, Teil nehmen, Teil sein und seinen Teil dazu geben können...

Dieser Titel umschreibt bereits die Facetten der zentralen Frage: wie gelingt Partizipation für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Derzeit stehen die Fragen im Vordergrund, Lösungen sind noch selten, oft genug werden sie überhaupt nicht in den Blick genommen. Im Vortrag sollen die Fragen so präzisiert werden, dass man sich sinnvoll an erste kleine Projekte machen kann.

 

Zur Person:

Prof. Dr. Andreas Fröhlich war bis 2006 am Institut für Sonderpädagogik der Universität in Landau/ Pfalz tätig. Er lebt in Kaiserslautern. Pädagogik, Philosophie, Sonderpädagogik und Heilpädagogische Psychologie waren seine Studienfächer. Nach dem Studium arbeitete er ab 1972 viele Jahre mit schwer mehrfachbehinderten Kindern im Rehabilitationszentrum Landstuhl /Pfalz. 1986 promovierte er an der Universität zu Köln bei Gerd Jansen. 1988 bekam er einen Ruf an die Pädagogische Hochschule in Heidelberg. Intensive Forschungen auf dem Gebiet schwerer Behinderung, Kommunikation, Bewusstlosigkeit und Pflegebedürftigkeit führten u.a. zur Entwicklung des Konzepts der Basalen Stimulation.
Dr. Frank Früchtel

Die Idee der Sozialraumorientierung: Bürger statt Klienten

Sozialraumorientierung ist seit Anfang der 90er Jahre ein inspirierender Fachdiskurs in der Sozialen Arbeit. Ihr geht es nicht darum, mit spezialisiertem Methodenarsenal und pädagogischer Absicht Menschen zu verändern, sondern sie will Lebenswelten gestalten und Arrangements kreieren, die Inklusion befördern. Sozialraumorientierung öffnet die professionelle Soziale Hilfe zur Gemeinschaft hin. Das Soziale und nicht die Technik sind die Methode. Die Position der Adressaten von Hilfe wird so gestärkt, dass deren Wille, Stärken und Merk-Würdigkeiten das professionelle Helfen anleiten können.

 

Zur Person:

Dr. Frank Früchtel, Jg.1962, ist Professor an der Fachhochschule Potsdam. Er war Projektleiter des sozialräumlichen Umbaus der Erziehungshilfe in Stuttgart, hat Kommunen und Freie Träger in sozialräumlichen Prozessen beraten, war Geschäftsführer eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung, ist Soziologe und Sozialarbeiter, ist verheiratet, hat 4 Töchter und lebt in Berlin.
Mein Weg zum Ziel
Johannes Schwabegger

Mein Weg zum Ziel

„In meinem Referat erzähle ich über meinen Weg zum Ziel und über alle Hürden, die ich bewältigen musste.“

 

Zur Person:

geb. 1988 in Linz. 04.2005 bis 12.2009 Mitarbeiter der EDV-Werkstätte Hagenberg des Diakoniewerks; 10.2006 bis 12.2009 aktiver Interessenvertreter im Diakoniewerk; 2007 Interessenvertreterschulung des Landes OÖ; 09.2008 bis 05.2009 Ausbildung zum Web-Designer & weitere Kurse am WIFI OÖ; 12.2008 bis 12.2009 IV-Sprecher im Diakoniewerk; 11.2009 bis 07.2011 Ausbildung zum Peerberater; seit 02.2010 selbständig als Werbegrafikdesigner; 07.2010 Peerberaterausbildungspraktikum Lebenshilfe OÖ; Seit 02.2012 selbständig als Peerberater; seit 10.2012 tätig als Peerberater bei Assista Soziale GmbH; 01.2013 bis 11.2013 Ausbildung zum Persönlichen Zukunftsplaner.
Träumen, Wünschen, Planen... bei Menschen mit komplexer Behinderung
Dr. phil. Nicola Maier-Michalitsch

Träumen, Wünschen, Planen... bei Menschen mit komplexer Behinderung

Die Persönliche Zukunftsplanung (PZP) ist ein Ansatz, um Veränderungen im Leben zu planen, wünschenswerte Zukunftsperspektiven zu entwickeln und erste Schritte zur Verwirklichung neuer Lebensentwürfe einzuleiten. Dabei wird auf die Ressourcen des persönlichen Umfelds zurückgegriffen, indem ein „Unterstützerkreis“ gebildet wird. Die planende Person steht im gesamten Planungsprozess mit ihren Wünschen, Träumen und Bedürfnissen im Mittelpunkt und entscheidet, welche Ziele für die Zukunft angegangen werden sollen. Auch für Personen mit Komplexer Behinderung kann eine Persönliche Zukunftsplanung unter Berücksichtigung bestimmter Aspekte sinnvoll durchgeführt werden. Ergebnisse eines eigenen Evaluationsprojekts sollen hierüber Aufschluss geben.

 

Zur Person:

staatlich geprüfte Physiotherapeutin, Hochschulabschluss (M.A.) in Sonderpädagogik, Pädagogik und Psychologie an der Julius-Maximilians-Universität, Würzburg; Promotion zum Thema „Im Spannungsfeld von Medizin und Pädagogik“ mit Magna Cum Laude an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg; Zertifikatskurs zur Moderation von Persönlicher Zukunftsplanung an der Martin-Luther-Universität Halle in Kooperation mit dem BVKM; Lehrbeauftragte der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Selbstbestimmung für mehrfachbehinderte Menschen am Beispiel HABIT
Mag. Gabriele Hetzmannseder, MBA

Selbstbestimmung für mehrfachbehinderte Menschen am Beispiel HABIT

Welche Anforderungen stellen die KlientInnen? Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die MitarbeiterInnen? Wie kann die Organisation unterstützen, und wo stoßen wir an unsere Grenzen?

 

Zur Person:

Klaus Limberg

WKS-Modell nach Willem Kleine Schaars

Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf begleiten – persönliche Möglichkeiten unterstützen

 

Zur Person:

1961 in Hamburg geboren,verheiratet, zwei Kinder. Beruflicher Hintergrund: 1980-1983 Fachschule für Heilerzieher, Hamburg; 1984-1989 dipl.soz.päd. Studium der Sozialpädagogik, Hamburg; Aufbaufächer: Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie (Hamburg und Weingarten); WKS-Lizenztrainer (Modell nach Willem Kleine Schaars); Lehraufträge an Fachhochschulen, Supervisor/Coach BSO/DGSv, Berater SGfB, Trainer, Systemischer Elterncoach. Über 30 jährige Berufserfahrung im sozialen Arbeitsbereich. Eigene Beratungsfirma, Limberg-Beratung GmbH, Winterthur, Schweiz (Tätig in CH, D, A).
WKS – ein Haltungsmodell für mehr Selbstbestimmung von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Ein Praxisbericht aus dem Diakoniewerk.
Mag. (FH) Robert Ritter

WKS – ein Haltungsmodell für mehr Selbstbestimmung von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Ein Praxisbericht aus dem Diakoniewerk.

Willem Kleine Schaars lädt mit seinem praxisorientierten Modell dazu ein, die Haltung in der Begleitung von Menschen mit Behinderung neu zu denken und so Personen eine selbstbestimmte Lebensgestaltung unabhängig vom Grad der Beeinträchtigung zu ermöglichen. Seit fünf Jahren arbeiten Einrichtungen im Diakoniewerk mit dem Modell - im Frühjahr 2013 wurde mit einem Pilotprojekt die Umsetzung von WKS in Wohneinrichtungen von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf begonnen. Ein Praxisbericht veranschaulicht, wie eine tiefgreifende Haltungsänderung, ein differenziertes Rollenverständnis in der Begleitung sowie eine neue Reflexionskultur die Autonomie und damit die Lebensqualität von Personen mit schwerer Beeinträchtigung erhöhen können.

 

Zur Person:

Studium Sozialmanagement, Sozialpädagoge und Systemischer Erlebnispädagoge, langjährige Berufspraxis in der sozialpädagogischen und psychiatrischen Jugendarbeit, Tätigkeit in der Projektentwicklung und Konzeption arbeitsmarktpolitischer Dienstleistungen, seit 2012 Bereichsleiter Behindertenarbeit im Diakoniewerk.
Lesung
Alfred Rauch

Lesung

 

Zur Person:

Schauspieler, Sänger, Kulturarbeiter. Seit 1986 als Schauspieler/Sänger an zahlreichen Theatern in Österreich und Deutschland engagiert, u.a am Schauspielhaus Wien, K&K Theater am Naschmarkt Wien, Ronacher Wien, Kammeroper Wien, Schönbrunner Schlosstheater Wien, Landestheater Linz (10 Jahre als festes Ensemblemitglied ), Opernhaus Graz, Landestheater Salzburg, Theater der Stadt Koblenz, Stadttheater Klagenfurt.

Mehr Informationen

Programm_Martinstift-Symposion 2014.pdf
528.87 KB
Fröhlich_Martinstift-Symposion 2014.pdf
41.33 KB
Früchtel_Martinstift-Symposion 2014.pdf
558.07 KB
Hetzmannseder_Martinstift-Symposion 2014.pdf
3.19 MB
Limberg_Martinstift-Symposion 2014.pdf
640.58 KB
Michalitsch_Martinstift-Symposion 2014.pdf
87.11 KB
Ritter_Martinstift-Symposion 2014.pdf
161.08 KB

Vorträge zum Nachhören

Prof. Dr. em. Andreas Fröhlich

"Teil haben, Teil nehmen, Teil sein und seinen Teil dazu geben können..."

Dr. Frank Früchtel

"Die Idee der Sozialraumorientierung: Bürger statt Klienten"

Johannes Schwabegger

"Mein Weg zum Ziel"

Dr. phil. Nicola Maier-Michalitsch

"Träumen, Wünschen, Planen... bei Menschen mit komplexer Behinderung"

Mag. Gabriele Hetzmannseder, MBA

"Selbstbestimmung für mehrfachbehinderte Menschen am Beispiel HABIT"

Klaus Limberg

"WKS-Modell nach Willem Kleine Schaars"

Mag. (FH) Robert Ritter

"WKS – ein Haltungsmodell für mehr Selbstbestimmung von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Ein Praxisbericht aus dem Diakoniewerk."

Alfred Rauch

Lesung