12.09.2018

Wer früh hilft, hilft doppelt und dreifach

Wien

Neue Diakonie-Direktorin Moser will Bedürfnisse und Rechte von Kindern ins Zentrum stellen.

„Soziale Investitionen lohnen sich – generell – und für Kinder und Jugendliche ganz besonders“, betont die neue Diakonie-Direktorin, Maria Katharina Moser auf ihrer Pressekonferenz zum Amtsantritt. Sie beruft sich auf ein Grundprinzip der Diakonie: Zuerst brauchen Menschen Wertschätzung und Unterstützung, damit sie ihre Begabungen entwickeln und ihren Beitrag leisten können.

 

Es sei an der Zeit, dass die Politik und die öffentliche Hand ihre Verantwortung übernehmen, um Menschen, die mit Sprachbehinderungen oder einer Einschränkung der Lautsprache leben, Kommunikation mit modernen technischen Hilfsmitteln zu ermöglichen. Seit bald zehn Jahren setzt sich die Diakonie gemeinsam mit dem Verbund für den Rechtsanspruch auf Assistierende Technologien und Unterstützte Kommunikation ein.

 

Weiters fordert Moser einen österreichweit flächendeckenden Ausbau Früher Hilfen, die Eltern von 0 – 3 jährigen Kindern in psychosozial schwierigen Situationen unterstützen. „Diese sozialen Investitionen in dieser frühen Phase zahlen sich aus. Für das Kind, die Mutter und den Vater“, so Moser.

 

Außerdem nimmt die Diakonie auch jene 50.000 Sechs- bis Neunjährigen und 80.000 zehn- bis 14 jährigen Kinder in den Blick, die in einkommensarmen Haushalten leben. Moser schlägt vor, dass direkte finanzielle Unterstützung durch soziale Transferleistungen Hand in Hand mit infrastrukturellen Maßnahmen gehen müssen. „Es darf bei Kindern aus Familien in Mindstsicherung keinesfalls gekürzt werden. Außerdem ist dringend ein Chancenindex für benachteiligte Schulstandorte geboten“, meint Moser abschließend.

 

Link zum Artikel der Diakonie