21.09.2021

Welt-Alzheimertag – Diakonie fordert Rahmenbedingungen für gutes Leben mit Demenz

In Österreich leben 130.000 Menschen mit Demenz, Tendenz steigend. 2050 wird mit doppelt so vielen Betroffenen gerechnet.

Nachdem Menschen mit Demenz leider noch immer von der Gesellschaft stigmatisiert werden, fordert die Diakonie die Umsetzung der Demenzstrategie, die 2015 entworfen wurde und Teil des aktuellen Regierungsprogramms ist. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die Teilhabe für Menschen mit Demenz ermöglichen und pflegende Angehörige entlasten.

 

Der Mensch hinter der Erkrankung muss gesehen werden. Nicht über die betroffene Person reden, sondern mit der Person. Auch in fortgeschrittenen Stadien der Demenz können und möchten Menschen mit Demenz ihre Wünsche und Bedürfnisse mitteilen.

 

Diakonie fordert Umsetzung der Demenzstrategie:

  • Ausrichtung der Unterstützungsangebote auf die Vielseitigkeit von Menschen und Maximierung der Lebensqualität: je nachdem könnte dies ein Altenheim, mobiler Dienst, Tageszentrum, betreute Senioren-Wohngemeinschaft oder stundenweise Begleitung sein

  • Ausbau von niederschwelligen Informations- und Beratungsangeboten für Betroffene und deren Angehörige, besonders in der Zeit rund um die Diagnose

  • Öffentliche Finanzierung von stundenweiser Betreuung zu Hause und in Tageszentren

  • Anpassung der Pflegegeldeinstufung für Menschen mit Demenz

  • u.v. weitere Maßnahmen

 

Hier geht es zu Informations- und Beratungsangeboten rund um Demenz.

Mehr lesen: Pressemeldung der Diakonie Österreich