04.10.2020

SING - unser Beitrag zur Pflegereform-Debatte

Alt werden wie ich will, mit dem Mix an Unterstützungsleistungen, die ich brauche. Mehr Wahlfreiheit und Selbstbestimmung im Alter: dafür steht unser neues Konzept SING. 

Mit SING legen wir ein neues Konzept für die Neuorganisation der Pflege vor. Damit soll nicht nur die Autonomie der Pflegebedürftigen erhöht, sondern insgesamt die zu erwartende Kostensteigerung abgeflacht werden.

 

Wie kann das gelingen?

 

Der Mensch wird in den Mittelpunkt gerückt und die Finanzierungs- und Bereitsstellungslogik in der Pflege komplett neu gestaltet. Kernstück bleibt die Pflegegeldzahlung. Die Bezieher sollen aber künftig mehr Wahlfreiheit für den Einsatz der Mittel erhalten. Der demografische Wandel,  Veränderungen in den Familienstrukturen und ein deutlicher Mangel an Pflegekräften machen eine Reform des derzeitigen Pflegesystems unabdingbar. Dies erfüllt das aktuelle System, das auf den beiden Säulen Pflegeheim oder mobile Betreuung basiert, nicht. Nur allzu oft bleibt derzeit das Heim als letzte Lösung. Das ist häufig diejenige Lösung, die nicht den Bedürfnissen entspricht und auch volkswirtschaftlich die teuerste ist.

 

Was braucht es?

 

  • die Überwindung alter Logiken und Einschränkungen und Orientierung an bestimmten inhaltlichen Leitprinzipien
  • pflegebedürftige Personen übernehmen Mitverantwortung für die Gestaltung ihres Pflegesettings
  • der Schlüssel für den Abschied vom Schema F ist höhere Flexibilität und mehr Individualität

 

Das neue System blickt sehr auf das Lokale und Kleinteilige, es fördert Eigenverantwortung und Innovation. Außerdem könnte es auch das Berufsfeld attraktiver gestalten, wenn Pflegekräfte mehr Freiraum bekämen. Künftig kann ein Welfaremix entstehen, der so bunt ist wie die Bedürfnisse der Menschen. Anbieterorganisationen können gemeinsam mit Angehörigen, Freiwilligen, Behörden und Kostenträgern die Seniorenarbeit innovativ gestalten.

 

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