06.07.2018

Salzburgs Geschichte erkunden

Zum Semesterende Salzburg aus einer künstlerischen Sichtweise zu präsentieren – diese Idee hatte Gerda Ridler, die seit einem halben Jahr eine Gruppe von Migrantinnen als freiwillige Sprachtrainerin beim Deutsch lernen unterstützt. Im Juni besuchten sie gemeinsam mit zwei weiteren Freiwilligen sowie Mitarbeiterinnen des Diakoniewerks die Ausstellung ‚Mythos Salzburg‘ im Salzburg Museum.

Einmal pro Woche lernt die Kunsthistorikerin Gerda Ridler im Bewohnerservice Salzburg-Süd, einer Einrichtung des Diakoniewerks im Auftrag der Stadt Salzburg, mit Migrantinnen Deutsch. Gemeinsam mit drei weiteren Freiwilligen möchte sie durch ihre Arbeit die Frauen dabei unterstützen, sich in Salzburg zurechtzufinden und ihren Alltag erleichtern. Besonders dabei ist, dass die Frauen die Möglichkeit haben, zu den regelmäßigen Deutscheinheiten auch ihre Kinder mitzunehmen und so trotz Betreuungspflichten ihre Sprachkenntnisse verbessern können. Während der Trainings wird der Nachwuchs von einer Freiwilligen und MitarbeiterInnen des Bewohnerservices betreut. Um den Kursteilnehmerinnen kurz vor der Sommerpause noch die Möglichkeit zu bieten, Salzburg auch geschichtlich kennenzulernen, organisierte sie für 27. Juni einen Ausflug in das Salzburg Museum. Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Diakoniewerks sowie ihren ehrenamtlichen Kolleginnen begleitete sie die Asylwerberinnen in die Ausstellung ‚Mythos Salzburg‘. Das Salzburg Museum unterstützte die Exkursion und stellte freien Eintritt sowie eine kostenlose Führung zur Verfügung. Anhand zahlreicher Ausstellungsstücke konnten die Asylwerberinnen eine ganz neue Seite von Salzburg erkunden und erfuhren durch die Führung viele interessante Fakten über die Historie von Stadt und Land. „Als Kunsthistorikerin habe ich natürlich ein ganz besonderes Interesse an Museen und es freut mich, dass ich dies nun mit den Kursteilnehmerinnen teilen konnte. Es war mir wichtig, den Frauen abseits des Deutschtrainings eine Abwechslung zu bieten und ihnen bei dieser Gelegenheit zu zeigen, wie sich Salzburg entwickelte und zu dem wurde, was es heute ist“, so Gerda Ridler. Alle Teilnehmerinnen genossen die spannende Exkursion und hatten viel Freude daran. Der Ausstellungsbesuch bot außerdem Anlass für Gespräche über das Gesehene und Gehörte. Dabei konnten die bereits erlernten Deutschkenntnisse gleich praktisch umgesetzt werden.