07.04.2020

Neue Onlineschulung für außerordentliche Zivildiener

Gallneukirchen

Seit 1. April arbeiten die ersten "außerordentlichen" Zivildiener im Diakoniewerk, um einen wichtigen Beitrag für den Sozial- und Gesundheitsbereich währen der Corona-Krise zu leisten. Für diese jungen Menschen wurde speziell eine Schulung konzipiert, die während der Corona-Krise ihren Dienst angetreten haben.

Peter Strasser ist einer von diesen "außerordentlichen" Zivildienern. Nach der Schließung des Kindergarten Perg, wo er bisher eingesetzt war, setzt er seinen Zivildienst im Haus für Senioren Bad Zell fort. "Die Umstellung ist mir schon sehr schwer gefallen – von einem Kindergarten in ein Haus für Senioren. Ich bin aber sehr herzlich empfangen worden und die Kolleg*innen und Bewohner*innen hier sind wahnsinnig nett. Ich greife den Mitarbeitenden vor Ort unter die Arme, wo es nur geht und ich auch kann. Jetzt, wo es so schön ist, bin ich mit den älteren Menschen – natürlich einzeln – im Garten spazieren. Sie sind so dankbar, da ich für sie natürlich eine Abwechslung bin, weil sie aktuell keine Besuche bekommen können und darunter schon sehr leiden.“

 

Neue Onlineschulung entwickelt

Um den Zivildienstleistenden neben der persönlichen Begleitung vom ersten Tag an Tools an die Hand zu geben, die  Hilfestellung für den Arbeitsalltag bieten und gleichzeitig Maßnahmen zur Qualitätssicherung vermitteln, hat das Weiterbildungsinstitut des Diakoniewerks – die Diakonie Akademie – gemeinsam mit Lehrenden der Schule für Sozialbetreuungsberufe eine Onlineschulung entwickelt, die genau diese Anforderungen erfüllt. 

 

Sabine Eder, Programmleitung Diakonie Akademie, zum neuen Schulungsmodul: „Für Zivildienstleistende bietet diese neuartige Online-Schulung eine gute Basis für den Einstieg in den Sozialbereich. Grundlagen zum Umgang mit Menschen mit Behinderung bzw. älteren Menschen, grundlegende, pflegerische Themen inkl. Infos zur Basisversorgung werden vermittelt.“ Das Online-Modul wird mit einer kurzen Überprüfung abgeschlossen. Die Teilnehmenden erhalten nach positivem Abschluss ein Zertifikat.

Aufgrund der positiven Erfahrung bereits zu Beginn des neuen Turnus wird diese Schulung auch nach Corona einen wichtigen Stellenwert in der Unterweisung von Zivildienstleistenden und Mitarbeitenden im Freiwilligen Sozialen Jahr haben.

 

Für Josef Scharinger, Vorstandvorsitzender des Diakoniewerks, ist die Entwicklung eines Onlinetools für die Vorbereitung junger Menschen auf die Tätigkeit im Sozialbereich ein weiterer Schritt in der Professionalisierung der Ausbildung. "Wenn wir sie in diesem Zeitraum, in dem sie bei uns sind gut begleiten, können wir mit ihnen Botschafter für den Sozialberuf und vielleicht den einen oder anderen Mitarbeiter gewinnen.“