20.06.2018

Nach einer gefährlichen Flucht droht die Abschiebung

Hassan A. kam 2015 im Zuge der Fluchtbewegung nach Österreich. Seine Flucht war lange und gefährlich  - 45 Tage war er großteils zu Fuß, per Schlauchboot und Bus unterwegs nach Europa.

Seine Familie stammt ursprünglich aus Afghanistan, Hassan wurde allerdings in Pakistan geboren und ist dort aufgewachsen. Zuletzt lebte er im Iran und arbeitete dort als Maurer auf einer Baustelle, bevor ihn die Umstände zur Flucht zwangen.

 

Hassan hat mittlerweile mehrere Deutschkurse besucht und spricht die Sprache schon sehr gut. Er hat sich bei der Gemeinde ehrenamtlich engagiert und ist intensiv auf der Suche nach einem Lehrstellenplatz. Am liebsten möchte er eine Lehre zum Installateur machen.

 

Doch nun droht ihm die Abschiebung nach Afghanistan – in ein Land, das er nur aus Erzählungen kennt. Hassan hat bereits einen negativen Asylbescheid bekommen. Er hat dagegen eine Beschwerde eingelegt und wartet nun erneut in diesem „Schwebezustand“.  Er hat Angst und weiß, dass aktuell viele Flüchtlinge aus Afghanistan einen negativen Asylbescheid bekommen.

 

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni rückt die Initiative #SicherSein das Thema Sicherheit in den Blick. Gemeinsam mit anderen Sozialeinrichtungen engagiert sich die Diakonie gegen die Abschiebepraxis nach Afghanistan. Es werden regelmäßig negative Asylbescheide für Asylsuchende aus Afghanistan erlassen und Abschiebungen durchgeführt, in ein Land, wo es 2017 mehr als 10 000 zivile Opfer gab. 

 

Unterstützen auch Sie die Kampagne: www.sichersein.at