04.04.2019

Klarheit und Orientierung dank TEACCH-Methode

Symbole geben Menschen mit Autismus Struktur

Wenn Moritz Fabian nach dem Einkauf in der Tagesstätte Moserhofgasse zurückkommt, steht erst einmal „Zeit für mich“ auf dem Programm. Ankommen, durch alle Räume schweifen, den einen oder anderen Kollegen begrüßen: So können die Alltagsaufgaben gut bewältigt werden. Moritz Fabian verwendet dazu seinen individuellen Tagesplan. Eine Abfolge von Piktogrammen oder Fotos macht den Tag mit den vielen Aufgaben transparent. Ist eine Aufgabe erledigt, nimmt er das Piktogramm von der Tafel und legt es in eine Box. „Jeden Morgen erstellen wir gemeinsam den Tagesplan. So ist es für Moritz gut nachvollziehbar, an welchen Arbeitsgruppen er teilnimmt“, so Amra Memić, seine Begleiterin. „Übernimmt Moritz neue Aufgaben, wird ein neues Symbol erstellt“.

Mit der Methode TEACCH gelingt es, den Tag visuell zu strukturieren. Diese Methode vermittelt Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung Klarheit und Orientierung für Handlungsabläufe, Arbeitsaufgaben, aber auch in Zeit und Raum. Piktogramme am Kühlschrank oder Schränken geben zum Beispiel Auskunft über den aktuellen Inhalt. Dies hilft, eigenes und fremdes Verhalten besser zu verstehen und einordnen zu können.