20.11.2019

Kinder mit Behinderung haben Rechte

Ein Regierungsprogramm muss konkrete Maßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung vorsehen, mit denen ihre Rechte umgesetzt werden. Anlässlich des Internationalen Tags der Kinderrechte am 20. November formuliert die Diakonie diese Forderung.

4 Maßnahmen für das neue Regierungsprogramm: 

 

  • JA zu einem verpflichtenden Kindergartenjahr für Kinder mit Behinderung: Kinder mit Behinderung sind derzeit davon ausgenommen. Damit das verpflichtende Kindergartenjahr auch für Kinder mit Behinderung gelten kann, müssen in ganz Österreich räumlich und personell entsprechend ausgestattete Kindergartenplätze zur Verfügung stehen.

 

  • JA zu Assistenz für Kinder mit Behinderung in der Schule: Eltern, Kinder und Jugendliche mit Behinderung sowie engagierte Lehrkräfte sind oft Bittsteller wenn es um Unterstützung im Schulalltag geht. Damit wirklich alle gut und gemeinsam lernen können, braucht es einen Rechtsanspruch auf Unterstützung und das in ganz Österreich einheitlich.  

 

  • JA zu inklusiver Nachmittagsbetreuung: Derzeit endet die Inklusion zu Mittag. Gefordert sind finanzielle Mittel sowohl in der verschränkten Schulform als auch in den diversen Nachmittagsbetreuungsangeboten (schulische Nachmittagsbetreuung, Hort etc.).

 

  • JA zu Weiterführung der schulischen Karriere von Kindern mit Behinderung nach der 9. Schulstufe: Kinder mit Behinderungen können derzeit nur 9 Jahre in die Schule gehen. Eine inklusiv geführte Oberstufe ist nur als Schulversuch möglich. Gefordert sind inklusive Schulen bis zum 18./19. Lebensjahr, auch AHS Oberstufe und berufsbildende Schulen mit Matura.

 

Mehr dazu: https://diakonie.at/presse-pr/pressetexte/diakonie-zum-tag-der-kinderrechte-kinder-mit-behinderung-haben-rechte