14.06.2018

Integration von Asylwerbern als wichtiges Anliegen - Weltflüchtlingstag, 20. Juni

Das Diakoniewerk OÖ unterstützt seit 2014 das Land Oberösterreich bei der Aufnahme von hilfs- und schutzbedürftigen Menschen im Rahmen der Grundversorgung und übernimmt damit Aufträge zur Betreuung und Begleitung von Menschen auf der Flucht, die nach Österreich kommen. Vielmehr als die Unterbringung und Versorgung von geflüchteten Menschen beschäftigt das Diakoniewerk heute die Integration in das gesellschaftliche Leben und das Andocken an eine für sie neue Kultur.

Zwei geflüchtete Menschen, die vom Diakoniewerk begleitet werden und mittlerweile auf eigenen Beinen stehen, sind Ali J. und Jinan A. Die beiden sind seit 2015 in Österreich. Aufgewachsen und geboren sind sie im Irak. Ali besaß dort sein eigenes Geschäft, bevor er mehrmals von einer Miliz bedroht wurde und schließlich aus Angst um sein Leben flüchten musste. Am 21. September, das weiß Ali noch genau, sind sie nach einer langen und gefährlichen Flucht in Österreich angekommen. Zunächst sind sie in Bad Kreuzen untergekommen, bevor sie einen Platz im Flüchtlingsquartier des Diakoniewerks bekommen haben.

 

Seither ist viel passiert, im April hat das Paar die erste Wohnung bezogen und Ali arbeitet in einem Restaurant in der Küche. Beide sprechen gut Deutsch und helfen mit, wo sie nur können. Jinan arbeitet auch mehrmals pro Woche in einer Arztpraxis und unterstützt dort bei der Reinigung. Das Paar hat in ihrer Umgebung schon viele Freundschaften geschlossen und ist im Ort und im gemeinschaftlichen Leben gut integriert. Bei der Wohnungs- und Jobsuche hat sie Resi S. unterstützt. Sie ist als freiwillige Helferin im Flüchtlingsquartier des Diakoniewerks engagiert und immer da wenn „Not an der Frau“ ist. Liebevoll wird sie von allen Flüchtlingen „Mama Resi“ genannt, auch Jinan und Ali besucht sie noch regelmäßig. Ali und Jinan sind dankbar, dass sie in Österreich ein neues zu Hause gefunden haben und viel Hilfsbereitschaft der MitarbeiterInnen des Diakoniewerks und der freiwilligen HelferInnen erfahren haben. „Am wichtigsten ist Respekt und ein freundlicher Umgang, damit das „Miteinander“ funktionieren kann“, so Ali. Ein gutes Zusammenleben ist Ihnen sehr wichtig und sie wünschen sich hier in Österreich bleiben zu können.

 

Integrationsangebote des Diakoniewerks

Das Diakoniewerk OÖ beschäftigt derzeit 27 MitarbeiterInnen in der Flüchtlingsarbeit. Neben der Grundversorgung bietet das Diakoniewerk OÖ verschiedene Integrationsprojekte für ein besseres Miteinander an. Im Fokus stehen dabei Sprachkenntnisse, Informationsbereitstellung, die Unterstützung und Aufklärung im rechtlichen Belangen, Stabilisierung und der psychologische Dienst. Vor allem die psychologische Unterstützung trägt aufgrund der traumatischen Erlebnisse der AsylwerberInnen dazu bei, die Begleitung zu verbessern und traumapsychologische Standards umzusetzen. Damit können die Menschen auf der Flucht wieder ein Stück Boden unter den Füßen zurück gewinnen.