08.09.2020

Eine tägliche E-Mail gegen Einsamkeit

Salzburg

Einsamkeit betrifft viele Menschen, nicht nur in Corona-Zeiten. Die Freiwilligen-Netzwerke des Diakoniewerks wirken dagegen – mit persönlichen Treffen oder digitalen Kontakten.

Gerade in den letzten Monaten haben sich die Freiwilligen-Netzwerke des Diakoniewerks bewährt. Das Besuchsdienst-Angebot im Auftrag der Stadt Salzburg hat vielen Menschen die Corona-Situation erleichtert und einen regelmäßigen Kontakt ermöglicht. „Im Lockdown haben unsere Freiwilligen – oft auch erstmals – zu E-Mail, Whatsapp und Videotelefonie gegriffen und den Kontakt über neue Medien mit ihren Senior*innen gehalten“, berichtet Koordinatorin Gabriele Huber. 

 

Wie wertvoll diese Kontakte waren, berichten auch Johann Bader und Maria Leymüller. Der 92-Jährige und seine freiwillige Besucherin schrieben sich täglich E-Mails, tauschten sich über ihre Ängste und Sorgen aber auch über Themen, die sie interessieren, aus. „Für mich war das besser als zu telefonieren, ich höre ja nicht mehr so gut“, erzählt Herr Bader. Dass es mit der E-Mail-Korrespondenz so gut geklappt hat, freute auch Frau Leymüller: „Mich hat es beeindruckt, wie digital fit Herr Bader im hohen Alter ist. Und es macht mir Freude mich mit ihm über so vieles unterhalten zu können.“ Dennoch sind beide froh, sich wieder persönlich treffen zu können.

 

Professionelle Begleitung ist wichtig

Wer sich einen Besuchsdienst wünscht oder selbst freiwillig aktiv werden möchte, meldet sich bei Koordinatorin Gabriele Huber unter Tel. 0664 8273381. Sie und ihre Kolleg*innen klären ab, wer für ein Besuchs-Tandem gut zusammenpassen könnte. Außerdem vermitteln sie freiwillige Helfer*innen, wenn sich jemand für die digitale Kommunikation fit machen möchte.

 

Foto: Herr Bader und Frau Leymüller hatten während des Lockdowns täglichen E-Mail-Kontakt. Nun treffen sie sich wieder persönlich. Foto: Diakoniewerk, Abdruck honorarfrei