10.12.2019

Die eigene Erfahrung weitergeben

Salzburg

Maysaa Hammoud kam vor 4 Jahren nach Salzburg. Nun ist sie selbst als freiwillige Integrationshelferin aktiv und hilft anderen Menschen mit Fluchthintergrund. 

Im Rahmen der Integrationshilfe des Diakoniewerks Salzburg unterstützen zahlreiche Freiwillige MigrantInnen bei verschiedensten Alltagsangelegenheiten wie der Suche nach einem geeigneten Job, einer Wohnung oder einem Arzt. Inzwischen gibt es viele MigrantInnen, die sich in diesem Bereich freiwillig engagieren. So auch die 34-jährige Maysaa Hammoud. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern flüchtete die gebürtige Syrerin aufgrund des Krieges in ihrer Heimat zuerst in den Libanon und anschließend nach Salzburg. Hier lebt sie nun seit 4 Jahren und bemühte sich von Beginn an rasch die deutsche Sprache zu erlernen und ihr Leben in der neuen Heimat zu organisieren. Für ihre Familie und sich selbst sieht Maysaa Hammoud in Salzburg die Chance, ihre Träume zu verwirklichen. Besonders das gute Gesundheitssystem und die ausgezeichneten Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind für sie ein großer Mehrwert. Derzeit arbeitet sie daran, ihren Wunsch nach einer Ausbildung zum Beispiel zur Bürokauffrau oder im freizeitpädagogischen Bereich zu erfüllen.

 

Als freiwillige Integrationshelferin gibt sie ihre Erfahrungen der ersten Jahre in Salzburg an andere weiter. Dabei ist ihr vor allem die Unterstützung von arabischen Frauen wichtig. „Ich habe eine eigene Chat-Gruppe für arabische Frauen gegründet. Inzwischen ist sie auf über 40 Mitglieder angewachsen. Dort schreibe ich zum Beispiel Angebote für Deutschkurse oder Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen hinein und beantworte die verschiedensten Fragen“, beschreibt Maysaa Hammoud. Ein besonderes Anliegen ist ihr außerdem der Kontakt zwischen arabischen und österreichischen Frauen. Gemeinsam mit dem Diakoniewerk Salzburg veranstaltete sie zum Beispiel einen Ausflug und einen Tanzabend, zu dem sie neben MigrantInnen und AsylwerberInnen auch zahlreiche ÖsterreicherInnen einlud. „Durch solche Veranstaltungen lernen sich Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionsgruppen kennen. Eines meiner Ziele ist es, Missverständnisse aufzulösen bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen“, so Maysaa Hammoud weiter. Auf der Suche nach neuen TeilnehmerInnen für solche Begegnungsmöglichkeiten geht sie ganz offen auf ihre Mitmenschen zu. So spricht sie Leute oft auch in alltäglichen Situationen wie zum Beispiel bei Busfahrten an. Für die Zukunft wünscht sie sich noch viele weitere Veranstaltungen, die Kulturen übergreifend wirken.