18.04.2019

Diakonie: Was es für ein gutes Leben mit Demenz braucht

"Unsere Gesellschaft muss demenzfähig werden", fordert Maria Moser, Direktorin der Diakonie heute im Zuge einer Pressekonferenz in Wien.

130.000 Menschen in Österreich leben mit Demenz. 2050 werden es Prognosen zufolge doppelt so viele sein. „Schon heute betreuen und pflegen 950.000 Menschen in Österreich ihre Angehörigen zuhause. Das heißt, sie sind die größten PflegedienstleisterInnen im Land“, so Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich. „Allerdings haben mehr als die Hälfte der pflegenden Angehörigen keine formellen Unterstützungsangebote wie mobile Dienste, Kurzzeitpflege oder Tageszentren“, unterstreicht Moser.

Speziell wenn zur häuslichen Pflege das Thema Demenz dazukommt, fühlen sich Angehörige besonders herausgefordert.  Demenz ist in unserer Gesellschaft besetzt von Angst und Scham, wird zumeist verknüpft mit „Persönlichkeitsverlust“, „Schatten ihres früheren Selbst“. Diese Scham und  Angst führen oft zu Rückzug.

 

Herausforderungen des Alltags

Auch für professionelle Pflegekräfte sowohl in mobilen, als auch in stationären Einrichtungen steht meist weniger die klassische Pflege als die soziale Betreuung im Vordergrund. „Dazu gehört auch, mit Herausforderung zurecht zu kommen wie Depression, Angst, Agitation und Tendenzen, sich auf den Weg zu machen“, erklärt Heike Schönbacher, Pflegedienstleiterin in einem Seniorenheim der Diakonie in Graz.

 

Demenzkampagne der Diakonie

Mit der aktuellen Kampagne „Für ein gutes Leben mit Demenz“ will die Diakonie dem negativen Bild von Demenz als Krankheit was entgegensetzen. Es geht darum, „dass unsere Gesellschaft „demenzfähig“ wird, und die Demenz gesellschaftsfähig“, so Moser.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel 

Auf der Infoseite  www.demenz.diakonie.at  können sich Menschen Informationen und Hilfe holen.