02.04.2020

Coronavirus: das tut sich in Rumänien

Auch in Rumänien ist die Lage angespannt. Während Österreich über ein sehr gutes Gesundheitssystem verfügt, zählt Rumänien zu einem der ärmsten Länder Europas. 

Auch Rumänien geht derzeit offensiv gegen die Verbreitung des Corona-Virus vor. Alle Schulen wurden Anfang März in ganz Rumänien geschlossen. Auch die Tagesbetreuungen für Kinder wurden angehalten, zu schließen. Und so versuchen die Angestellten unserer Tagesbetreuungen mit den Familien und Kindern zumindest telefonisch Kontakt zu halten. Wo es möglich ist, bekommen die Kinder von den Tageszentren Hausübungen oder kurze Bildungsfilme übermittelt. Außerdem wird laufend Kontakt mit den Eltern gehalten, um offizielle Informationen über die Pandemie weiterzuleiten und den Eltern verschiedene Ideen für Beschäftigungen weiterzugeben. 

In den Werkstätten geht das Leben eingeschränkt weiter: Menschen mit Behinderung bekommen Produkte geliefert, die zu Hause verarbeitet werden können und einen individuellen Tages- und Wochenplan. 

Die ambulante Pflege wird teilweise fortgeführt, aber auch hier ohne direkten Kontakt mit den älteren Menschen aufzunehmen. Telefonischer Kontakt hilft auch hier über die eine oder andere einsame Stunde hinweg - Pakete werden bis an die Haustüre geliefert. 

 

Die Lage in Rumänien ist angespannt. Das Gesundheitssystem ist aber mit Österreich nicht vergleichbar. Desinfektionsmitteln, Sicherheitskleidung sind nicht einmal für Krankenhäuser vorhanden. Aufgrund großer sozialer und politischer Probleme wurden viele Aktionen der Zivilgesellschaft ins Leben gerufen, um die nötigen Materialien für Krankenhäuser ankaufen oder Hilfe für Menschen im Alter weiterhin bereitstellen zu können. Firmen produzieren kostenlos Schutzmasken für Ärzte, andere versuchen Beatmungsgeräte mit 3D Druckern zu produzieren - weil diese Produkte derzeit am Weltmarkt schwer erhältlich sind.