AKTION 11

DIE SCHÖPFUNG - VORNEHM UNBEQUEM

Ausstellung im AKTIONSRAUM LINkZ in Kooperation mit der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks

Als einer der herausragenden gegenwärtigen Künstler Österreichs beeindruckt und bewegt TOMAK sein Publikum seit bald dreißig Jahren mit Malereien, Zeichnungen, Skulpturen oder Performances von sehr dichter Ausdruckskraft. Sein neues Ausstellungsprojekt bringt ihn zurück nach Linz, wo er 2015 den von Karin und Johann Brandstetter gegründeten autonomen Kunstraum AKTIONSRAUM LINkZ eröffnet hat. Nun gewährt er ebendort am letzten gemeinsamen Ateliertag am 7. Juli von 10 bis 15 Uhr Einblick in den Arbeitsprozess der laufenden Ausstellungsvorbereitung im Kontext der Schöpfung.

 

Die Schöpfung der Welt in sieben Tagen brachte Licht in die Dunkelheit, Himmel und Erde, Mensch und Tier. Das Konzept von der Erschaffung einer lebensfreundlichen Welt basiert auf einem harmonischen Miteinander ihrer Gegensätze. Im Spannungsfeld dieser Antipoden steht auch der international tätige Wiener Künstler TOMAK, der unter dem Ausstellungstitel „Die Schöpfung. Vornehm unbequem“ Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks beim Entstehen von Gemeinschaftsarbeiten anleitet und ihnen vor allem künstlerisch zu mehr Lautstärke verhelfen möchte. Präsentiert werden die Arbeiten im September 2020 im AKTIONSRAUM LINkZ in Linz Urfahr.

Gearbeitet wird derzeit an einem Gesamtkunstwerk als überdimensionaler Fries, für das alle Wände des Ausstellungsraumes weiß ausgekleidet wurden. Je nach Arbeitsweise der Künstlerinnen und Künstler wird direkt auf die Leinwand gemalt oder werden Arbeiten am Papier als Einzelstudien in die Gesamtheit des Bildraumes montiert.

AKTION 11 DIE SCHÖPFUNG - Künstlerin aus dem Atelier - Die Kunstwerkstatt | Diakoniewerk arbeitet mit dem herausragenden gegenwärtigen Künstler Österreichs  TOMAK

Die von TOMAK vorgegebene Kraft der Farbe Rot vereint ihre unterschiedlichen Assoziationen für Liebe, Feuer und Blut, aber auch ihre liturgische Verwendung für den Spiritus sanctus. TOMAKs Handschrift verdichtet assoziative Gedankenstrukturen zu poetischen Bildkompositionen. Als Spiritus Rector hat er sich mit Siebdrucken von organischen Formen in Rot, wiederkehrende Sujets wie Herz-, Rückgrat- und Darmwindungen, in den Fries eingebracht.

 

Die Künstlerinnen und Künstler haben die von ihm gebotene Basis zum mechanisch funktionierenden Körper demontiert und  umgedichtet. Die Vorstellungskraft ist nicht zuletzt die höchste menschliche Errungenschaft. Der so entstehende Imaginationsraum bebildert mit ausdrucksstarken, gemalten Figuren von Christian Öllinger, Gitterstrukturen von Gertraud Gruber oder sehr verdichteten Zeichnungen von Erika Staudinger, die mit Wort-Bildstrukturen überlagert werden, in denen Josef Landl zum Thema Schöpfung arbeitet. Dazu werden thematisch geometrische Figuren und Gedankenstrukturen von Jutta Steinbeiß, Herwig Hack, Rosemarie Heidler, Johanna Rohregger und Gunter Zehetner verwoben.

Was wie eine Kampfansage von TOMAK anmutet, „unsere Kunst ist autonom und gefährlich“, lässt sich auch vor dem Hintergrund unseres gesellschaftlichen Umgangs mit dem Abweichen von Normen lesen. Dazu zählt nicht zuletzt die Ungleichbehandlung von Künstlerinnen und Künstlern ohne akademischen Hintergrund.

der international tätige Wiener Künstler TOMAK, der unter dem Ausstellungstitel „Die Schöpfung. Vornehm unbequem“ Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks beim Entstehen von Gemeinschaftsarbeiten anleitet.

Wie wichtig das Denken über die Grenzen hinaus für Weiterentwicklungen und Erfindungen des Menschen ist, erzählt die Geschichte. In diesem Licht und Gegenlicht, das Kunstschaffenden entgegenstrahlt, porträtiert die Fotografin Heidi Pein das künstlerische Team der Ausstellung begleitend in frontalen Schwarz-Weiß-Abbildungen. Einmal mehr hinterfragt TOMAK unser Empfinden für Angenehmes und Unangenehmes, Schönheit und Abstoßendes, Licht- und Schattenseite, indem er die Porträts dekonstruiert und monströs neu collagiert. Kuratiert wird die Ausstellung von Roman Grabner vom Grazer Bruseum. Nicht nur für Kunstsammler dürfte diese Ausstellung attraktiv sein.

Künstler malen "roh"

 

Ein LT1-Beitrag vom 13. Juli 2020 zur aktuellen Arbeit an der AKTION 11 - Die Schöpfung. Vornehm unbequem

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler

Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks

 

 

Heidi Pein

 

Digital Operator, Photoassistant, Photographer aus Wien.

www.instagram.com/die.pein/

 

TOMAK

 

Nach Ausstellungen in Österreich (u. a. Albertina Wien, Kunsthalle Wien, Rupertinum - Museum der Moderne Salzburg, Landesmuseum NÖ, MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst/ Gegenwartskunst) und im Ausland (Kunsthuis Yello Art, Geel, Belgien; Lehmbruck Museum Duisburg, Heike Curtze Berlin, Galerie 14+1 Stuttgart, Deutschland) sind TOMAKs Arbeiten aus Malerei, Zeichnung, Skulptur, Text und Performance in zahlreichen renommierten Museen und Sammlungen präsent. TOMAK lebt und arbeitet in Wien.
www.studiotomak.com
Video

AKTION 11

Teaser in neuem Tab

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