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Aktuelle Nachrichten aus dem Diakoniewerk

27.09.2017

Integrationslandesrat Anschober besucht Orientierungslehrgang des Diakoniewerks für Asylwerbende

Bild Besuch Landesrat Rudi Anschober

Landesrat Rudi Anschober besuchte den vom Diakoniewerk angebotenen Orientierungslehrgang für Asylwerbende in Gallneukirchen. Der zweisemestrige Lehrgang an den Schulen des Diakoniewerks in Gallneukirchen bereitet Menschen auf der Flucht für die Ausbildung im Sozialbereich vor.

GALLNEUKIRCHEN. Integrationslandesrat Rudi Anschober nutzte kürzlich seinen Besuch in Gallneukirchen, um Teilnehmende des Orientierungslehrganges kennen zu lernen. Der vom Diakoniewerk für Asylwerbende angebotene zweisemestrige Kurs mit Deutschschwerpunkt soll für einen Beruf im Sozialbereich begeistern. Bei Interesse und Eignung besteht im Anschluss die Möglichkeit eine Ausbildung zur Fach-SozialbetreuerIn Altenarbeit oder Behindertenarbeit nach dem OÖ. Sozialberufegesetz zu beginnen. Ziel ist es danach einen Arbeitsplatz in einer Einrichtung für Seniorinnen und Senioren oder in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen zu finden.

Zwölf Personen, aufgeteilt auf drei Klassen, besuchen aktuell den zweisemestrigen Orientierungslehrgang. Im Sommer haben bereits zwölf junge Damen und Herren den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen. Drei der Absolventinnen und Absolventen wurden daraufhin in die Schule für Sozialbetreuungsberufe aufgenommen und besuchen seit Herbst die Ausbildung zum/zur Fach-Sozialbetreuer/in Altenarbeit.

„Wir möchten Menschen auf der Flucht die Chance geben auch im Sozialbereich ihre Kompetenzen zu zeigen. Der Lehrgang bietet die Möglichkeit die Zeit des Wartens während des Asylverfahrens sinnvoll zu nutzen und sich aktiv zu integrieren. Dem Diakoniewerk ist es wichtig, speziell auf lange Sicht lösungsorientiert zu agieren“, ist Johann Stroblmair, Geschäftsführer des Diakoniewerk OÖ, vom Konzept überzeugt.

Landesrat Rudi Anschober sieht nach seinem Gespräch mit den Lehrgangsteilnehmenden unter anderem die finanziellen Herausforderungen hinsichtlich Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte: „Die Bundesregierung ist weiterhin gefordert, eine Gleichstellung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund und Lehrlingen zu erreichen.“ Weiters appelliert Landesrat Anschober: „Das Potential der zugereisten Menschen soll als Chance erkannt und genutzt werden.“ 

Die Asylsuchenden besuchen den Lehrgang zur Einführung in die sozialen Dienste, der auch von Jugendlichen besucht wird, die ein freiwilliges soziales Jahr im Diakoniewerk absolvieren. Im persönlichen Kennenlernen liegt auch eine große Chance Vorurteile abzubauen. „Durch den gemeinsamen Besuch des Lehrgangs werden das gegenseitige Verständnis für die fremden Kulturen und das gemeinsame Zusammenleben in Österreich gefördert. Unsere Schule ist der ideale Ort, um Kontakte zu knüpfen und sich ein soziales Netzwerk aufzubauen“, ist Susanne Kunze, Direktorin der Schule für Sozialbetreuungsberufe überzeugt. Der Lehrgang dauert zwei Semester und umfasst 375 Unterrichtsstunden, zusätzlich 150 Deutschstunden sowie 200 Stunden Praktikum. Erfahrene Lehrkräfte aus den Berufsfeldern vermitteln Kompetenz und aktuelles Know-how.


Alle Fotos: Diakoniewerk, Abdruck honorarfrei

BesuchLRAnschober_Orientierungslehrgang: Mag.a Susanne Kunze (Direktorin der Schule für Sozialbetreuungsberufe Altenarbeit), Landesrat Rudi Anschober, Dr. Johann Stroblmair (Geschäftsführer Diakoniewerk Oberösterreich) und Dr. Heinz Thaler (Vorstand Diakoniewerk) mit Schülerinnen und Schülern (v.l.n.r.)

BesuchLRAnschober_Orientierungslehrgang (1): Dr. Johann Stroblmair (Geschäftsführer Diakoniewerk Oberösterreich), Dr. Heinz Thaler (Vorstand Diakoniewerk) und Landesrat Rudi Anschober mit Teilnehmern des Orientierungslehrgangs (v.l.n.r.)


Bild Besuch Landesrat Rudi Anschober Bild Besuch Landesrat Rudi Anschober