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Flüchtlingsarbeit

Die Betreuung von Flüchtlingen hat im Diakoniewerk eine lange Tradition. Bereits kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges kamen die ersten Flüchtlinge aus unvorstellbaren Notlagen nach Gallneukirchen. Die Aufnahme von hilfs- und schutzbedürftigen Menschen in Krisenzeiten ist seit den Weltkriegen und der Massenflucht während des Balkankrieges ein wichtiges Angebot des Diakoniewerks. Damals wie auch heute ist die Flüchtlingsarbeit ein diakonischer Auftrag.

Seit 2004 engagiert sich das Diakoniewerk in der Steiermark für die Betreuung von Flüchtlingen. In einer Einrichtung in Deutschfeistritz finden Familien aus Krisenregionen ein Zuhause auf Zeit. Darüber hinaus erhalten auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eine altersadäquate Betreuung.

Seit Oktober 2014 begleitet das Diakoniewerk auch in Oberösterreich Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten. Sie verbringen in Quartieren des Diakoniewerks die Wartezeit bis zur Bescheidung ihres Asylantrages. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakoniewerks stellen die Grundversorgung sicher, schaffen für die begleiteten Personen eine Tagesstruktur, ermöglichen Deutschkurse und organisieren Schul- und Kindergartenplätze. Hilfestellung bei Behördenwegen wird ebenso angeboten wie adäquate Freizeitbeschäftigungen. Neben der Versorgung mit dem Lebensnotwendigsten stehen die  gesundheitliche Stabilisierung und das Aufzeigen von Perspektiven im Mittelpunkt der Betreuungsarbeit.

Aufgrund der steigenden Zahl von Flüchtlingen wurde das Engagement in der Begleitung von Flüchtlingen im Rahmen der Grundversorgung verstärkt. Neben einem Ausbau in Oberösterreich, betreibt das Diakoniewerk nun auch in Salzburg zwei Flüchtlingsquartiere.