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Diakonie

"Diakonie ist Nächstenliebe in unserer Zeit"

Der Begriff Diakonie kommt aus dem Griechischen und ist ein in der Bibel vielgebrauchtes Wort, das so viel wie "zu Tische dienen", "für den Anderen dasein", "Dienst" und "Diener" bedeutet. Der Gebrauch des Wortes Diakonie geht auf die ersten urchristlichen Gemeinden (z.B. in Jerusalem, Korinth, Rom) zurück. Diakone waren damals Männer, die in der christlichen Gemeinde für eine gerechte Verteilung des Essens sorgten und so auch Randgruppen wie Witwen oder Kinder, die sich kaum selbst durchsetzen konnten, zu ihrem Recht kommen ließen.

Von diesen Ursprüngen im Urchristentum ausgehend hat sich die christliche Nächstenliebe über die Jahrhunderte auf vielfältige Weise entwickelt. Während im Mittelalter die Barmherzigkeit in Form von Almosengeben im Mittelpunkt stand, gewann in der Neuzeit die organisierte Hilfe für bedürftige Menschen immer mehr an Bedeutung. Besonders ab dem 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung viele neue soziale Probleme auftauchten, hat sich die organisierte Diakonie entwickelt.

Heute ist die Diakonie als professionelles Sozialunternehmen organisiert, in dem die konkreten Bedürfnisse der Hilfesuchenden, die fachliche und menschliche Kompetenz der MitarbeiterInnen und der sparsame Mitteleinsatz wichtige Eckpunkte sind. Die diakonischen Einrichtungen in Österreich haben sich im Dachverband Diakonie Österreich zusammen geschlossen, in dem auch das Diakoniewerk Mitglied ist.