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ReferentInnen und Vorträge Diakonie-Dialoge 2017

 

Ao. Univ.Prof. Dr. Cem Ekmekcioglu

Die Macht der Berührung - über die positiven Effekte von angenehmen Berührungen

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Physiologie von Berührungen und deren Wirkung auf Körper und Psyche. Dabei ist angenehmer Körperkontakt insbesondere wichtig für Wohlbefinden, Stressabbau und soziale Nähe. Berührungen und Massagen haben auch ein therapeutisches Potential, welches ebenfalls in dem Vortrag angesprochen werden soll.

Zur Person: In Deutschland geboren, Medizinstudium in Wien, Approbation in Deutschland, Ernährungsmediziner und Physiologe, seit 1994 an der Medizinischen Universität Wien tätig. Forschungsschwerpunkte sind die Ernährung und viele Jahre die Chronobiologie. Über 90 wissenschaftliche Arbeiten, einige Sachbücher zu Ernährung und Gesundheitsthemen (z.B. 50 Dinge, die Sie über Ernährung und das Altern wissen sollten, Westend-Piper Verlage; Das Glück der Berührung, Herder Verlag, 2016) und zwei Kriminalromane.

 

Kammerschauspielerin Prof.in Erni Mangold

"Lassen Sie mich in Ruhe!"

Dialogisches Interview mit Kammerschauspielerin Prof. in Erni Mangold über kleine Berührungen in ihrem Beruf.

Zur Person: Erni Mangold entstammt einer Künstlerfamilie, der Vater war Maler, die Mutter Pianistin. Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhielt sie an der Theaterschule Helmut Krauss in Wien. In den Jahren 1946 bis 1956 war Mangold am Theater in der Josefstadt engagiert, von 1955 bis 1963 am Hamburger Schauspielhaus bei Gustaf Gründgens. In der Zeit zwischen 1965 und 1972 folgten Engagements in Wien und Deutschland. 1972 war Mangold am Salzburger Mozarteum tätig, anschließend unterrichtete sie in der Theaterschule Helmut Krauss und am Reinhardt-Seminar und war von 1984 bis 1995 Professorin an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Erni Mangold war in mehr als 100 Filmen und TV-Produktionen zu sehen.

2015 ÖSTERREICHISCHER FILMPREIS / Beste weibliche Darstellerin, 2014 DIAGONALE / GRAZ Schauspielerpreis für: Der letzte Tanz, 2000 Ernennung zur Kammerschauspielerin, seit 1976 Professorin am Max-Reinhardt-Seminar, Wien und 1972 Kainz-Medaille

 

Gabriele Paulsen

Nessita - Erotik im Alter

Zärtlichkeit und sinnliche Nähe machen uns glücklich. Eine Erkenntnis, die nicht nur für junge und gesunde Menschen gilt. Körperliche Lust und sexuelle Sehnsucht entstehen und existieren unabhängig von Alter oder Behinderung. Das Verlangen nach Erotik ist etwas Natürliches. Ein menschliches Grundbedürfnis mit erwiesener Heilwirkung gegen viele seelische und körperliche Altersbeschwerden. Fest steht: Wahrnehmung der Sinnlichkeit im Alter macht Sinn – nur der Zugang dazu ist oft schwer. Nessita ermöglicht SeniorInnen und immobilen Menschen körperliche Nähe und selbstbestimmte sinnliche Intimität.

Zur Person: Gabriele Paulsen zeigt neue Wege auf und hilft, Veränderungen aktiv mitzugestalten. Die sexuelle Selbstbestimmung als Gedanke der Menschenrechte steht dabei im Fokus ihres Handelns.

Gabriele Paulsen berät, trainiert und coacht seit über 10 Jahren Einzelpersonen, Teams, Unternehmen und Organisationen im Gesundheitswesen. Sie gründete Nessita und lebt in Hamburg. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind gewaltfreie Kommunikation und Business Coaching. Seit 2001 war sie als Medizinproduktebeauftragte, Ernährungstherapeutin, Fachberaterin für Qualitätssicherung und auch im Vertrieb in der Altenpflege tätig. Davor arbeitete sie als Fachkrankenschwester in der Anästhesie- und Intensivpflege. Sie ist zertifizierte Pflegeberaterin.

 

Mag.a DDr.in Monique Weissenberger-Leduc, DGKP Karin Ebner

"Ich sehe nicht. Ich höre nicht. Ich sage nicht."

Lassen wir uns berühren in ICH-DU-Beziehungen, die auf gegenwärtiger und gegenseitiger Achtsamkeit, Wertschätzung, Würde und Humanismus basieren. Seien wir wach im Hier und Jetzt.

Zur Person: Mag.a DDr.in Monique Weissenberger-Leduc: Freiberufliche diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Dozentin und Beraterin, Universität Wien und Forum Palliative Praxis Geriatrie. Abgeschlossene Palliative-Care-Ausbildung an der medizinischen Fakultät, Paris,
Dr.in der Philosophie, Dr.in der Soziologie, Mag.a der Pflegewissenschaft, Arbeitsschwerpunkt: Palliative Geriatrie inklusive Gewaltprävention.

Zur Person: DGKP Karin Ebner: Seit 1999 als Leitung in der Altenpflege tätig, 10 Jahre im Pflegeheim, seit 2012 Leitung Seniorentageszentrum St. Georgen/Y., seit 1999 in der sozialen Dorferneuerung in der Gemeinde. Praxislehrerin im Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe der Caritas der Diözese St. Pölten, Ausbildung im psychobiografischen Pflegemodell nach Prof. Erwin Böhm, Übergangspflegerin, Validation und Basale Stimulation, seit 25 Jahren Trainerin in der Erwachsenenbildung.