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Aktuell

 
29.01.2010

Auf in den Sozialberuf!

„Ich habe das Gymnasium abgebrochen und dann das Diakonische Jahr und Zivildienst im Diakoniewerk gemacht. Danach war ich Mitarbeiter in einer Wohngruppe. Da hat sich bald heraus gestellt, dass ich mehr über behinderte Menschen und ihre Betreuung wissen sollte“, erzählt David Plochberger, Studierender der Behindertenarbeit an der Ludwig Schwarz Schule in Gallneukirchen.

Bettina Steinkellner, Studierende der Behindertenbegleitung, hat eine Fachschule für Wirtschaftliche Berufe besucht und bei einem Praktikum ihr Interesse für einen sozialen Beruf entdeckt: „Ich habe eineinhalb Jahre lang eine Krankenpflegeschule besucht, aber die Arbeit im Krankenhaus liegt mir nicht. Durch den häufigen Wechsel kann man nur schwer eine Beziehung zu den Patienten aufbauen.“

Ganz anders ist Ruth Sitz auf die Ausbildung in der Ludwig Schwarz Schule gestoßen: „Ich bin gelernte Optikerin und Visagistin. Bevor meine Mutter verstorben ist, habe ich sie eine zeitlang gepflegt. Aufgrund dieser Erfahrung habe ich mich zur Ausbildung in Altenarbeit entschlossen.“

Theorie und Praxis

So unterschiedlich die Beweggründe sind, so ähnlich sind die Erwartungen an die Ausbildung. Eva Schöngruber, Studierende der Behindertenarbeit, erwartet sich „eine Basis, Kompetenzen, auf denen ich aufbauen kann. Ich möchte meine theoretischen Kenntnisse in der Praxis umsetzen“. Auch Agnes Bauernfeind (Behindertenbegleitung) erwartet sich „viel Fachwissen und Hintergrundwissen, das ich in der Praxis umsetzen kann. Meine Erfahrung ist, dass man am meisten in den Praktika lernt.“

Das bestätigt auch Schöngruber: „Die Praktika waren super, ich habe irrsinnig viel dazugelernt. Ich schätze diese Vielfalt an Erfahrungen. Man lernt viel über sich selber, das ist gut für die eigene Entwicklung.“ Weniger euphorisch beurteilen die SchülerInnen den theoretischen Teil der Ausbildung: „Nicht so zufrieden bin ich mit der Aufteilung der Unterrichtsgegenstände“, so Bauernfeind. „Allgemeinbildende Gegenstände nehmen zu viel Raum ein, fachspezifische Fächer sollten mehr Zeit beanspruchen.“ Auch die Lernbelastung wird nicht immer als positiv erlebt. Alexandra Dumbrava, Studierende der Altenarbeit, meint: „Ich erlebe in der Schule einen ziemlich Druck, manchmal sind gleich mehrere Tests knapp hintereinander.“

Wertschätzendes Schulklima

Einig sind sich die SchülerInnen im Hinblick auf die Atmosphäre. Isolde Wiesinger, die Altenarbeit berufsbegleitend absolviert: „Ich erlebe das Klima in der Schule als sehr wertschätzend und positiv. Die Lehrer gehen auf unsere Wünsche ein und unterstützen uns in jeder Hinsicht.“ Ähnlich Sitz: „Wir haben eine sehr gute Klassengemeinschaft und die Lehrerinnen gehen gut auf die Schülerinnen und Schüler ein.“ Dumbrava meint sogar: „Ich habe mich nur in dieser Schule beworben, da das Diakoniewerk einen sehr guten Ruf hat und auf Menschen eingeht.“

Die ausführlichen Interviews zum Nachlesen

Nähere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten im Diakoniewerk

David Plochberger, Eva Schöngruber
 
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