Das Vortragsprogramm 2009
Bewusste Ernährung, Bewegung, Sport werden für immer mehr Menschen zur Selbstverständlichkeit. Auch Menschen mit Behinderungen profitieren von einem gesunden Lebensstil. Was man darunter versteht und wie man behinderte Menschen auf dem Weg dorthin begleiten kann, damit beschäftigt sich heuer das 37. Martinstift-Symposion des Diakoniewerkes.
„Was interessiert der Körper die Pädagogik im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung?“, fragt Professor Dr. Theo Klauß, Hauptreferent des diesjährigen Symposions, in seinem Referat. Aus pädagogischer Perspektive wirft er einen Blick auf das Thema Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderungen und orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und der Selbstbestimmung behinderter Menschen.
Alle Vorträge und ReferentInnen
Mag. Christa Schrauf, Gallneukirchen
Der Körper – ein Geschenk Gottes
Kirchlich theologische Aspekte zwischen Leibfeindlichkeit und Körperboom
Der Beitrag zeigt religionsgeschichtliche Entwicklungen zu dieser Thematik auf, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. Die Erfolge der feministischen Theologie haben entscheidend einer Körperfreundlichkeit den Weg geebnet. Darüberhinaus werden theologisch-ethische Reflexionen zum aktuellen gesellschaftlichen Körperdiskurs erörtert.
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Prof. Dr. Theo Klauß, Heidelberg
Was interessiert der Körper die Pädagogik im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung?
Für die körperliche Belange von Menschen mit Lernschwierigkeiten sind verschiedene Disziplinen ‚zuständig’: Pflege und Medizin, Physiotherapie, Ernährungswissenschaft u.a.m. Aus pädagogischer Perspektive stellen sich jedoch wichtige Fragen: Wie werden eigentlich Bedürfnisse gebildet und was haben sie mit Selbstbestimmung zu tun? Genügt für manche Menschen eine ‚gute Pflege’? Wie kann man mit dem Körper kommunizieren? Und: Was bedeutet Empowerment in Bezug auf den Umgang mit dem eigenen Körper?
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Dr. Walter Wührer, Salzburg
Aktiv leben, Bewegung, Sport
Das Infomationsbedürfnis um gesunde Ernährung und Bewegung wird immer größer. Gezielte Bewegung ist die einzige vorbeugende und therapeutische Maßnahme gegen Hilfsbedürftigkeit. Neben dem Krafttraining sind Übungen für Koordination und Gleichgewicht sehr wichtig. Obwohl es kein Medikament mit günstigerem Wirkungs-/Nebenwirkunsprofil gibt, ist das Duo gezielte Ernährung und Bewegung das wohl am meisten unterlassene Therapeutikum.
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Martina Marchewa, Linz
Jeder is(s)t anders
Eine ausgewogene, gesunde Ernährung schützt vor ernährungsbedingten Gesundheitsschäden und liefert einen wichtigen Beitrag für das Wohlbefinden. Durch eine Optimierung der Ernährungssituation von Menschen mit Beeinträchtigung kann dazu beigetragen werden, ernährungsabhängigen Erkrankungen vorzubeugen und die psychische und physische Befindlichkeit zu verbessern. Anhand eines Fallbeispieles wird aufgezeigt, wie durch eine gezielte Ernährungsberatung der Gesundheitszustand und damit die Lebensqualität eines Betroffenen positiv beeinflusst werden konnte.
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Gabriela Schubert, Gallneukirchen
Beweglich bleiben im Alter – was bedeutet das für Menschen mit schweren und schwersten Behinderungen
Bewegung hält uns sowohl körperlich als auch geistig fit – diese Tatsache ist heute gut bekannt und bewiesen. Wie aber macht man Menschen den Nutzen von Bewegung zugänglich, die sich selber kaum oder nur wenig bewegen können – und wann beginnt für diese Menschen „das Alter“?
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Dr. Brigitte Tegl, St. Pölten
„Ich fühl mich wohl...“ Ein Bildungsprojekt zur Gesundheitsförderung für Menschen mit kognitiver Behinderung
Ein Bildungsprojekt zur Gesundheitsförderung für Menschen mit kognitiver Behinderung (2007 – 2009) im Bereich „Für Menschen mit Behinderungen“ der Caritas der Diözese St.Pölten. Auf Basis der 5 Säulen der Gesundheit - Bewegung, Ernährung, Entspannung (Psychohygiene), medizinische Vorsorge und betriebliche Gesundheitsvorsorge wurde unter den Aspekten der Nachhaltigkeit, Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung ein umfangreiches Bildungsprogramm ins Leben gerufen und evaluiert.
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Iris Hanousek-Mader, Enns
Theater – Der Mensch erfährt sich als Einheit
Theater - als ästhetisches Mittel - ist für agierende und kontemplative Menschen gleichermaßen gut geeignet. Die ganzheitliche Erarbeitung eines Themas, einer Geschichte - durch wahrnehmen, beobachten, betrachten, innehalten, denken, spielen, tätig sein, kommunizieren - bildet die Persönlichkeit und trainiert den Körper. Der kreative Ausdruck lässt die Lebensenergie der AkteurInnen fließen und ist für ihre Gesundheit wichtig.
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